Beleuchtung für Nachtaufnahmen

Wir danken für diesen zur Verfügung gestellten Beitrag.

 

 

Der richtige Standpunkt gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen der Nachtfotografie. Daher sollte man sich vorweg Gedanken machen und sorgfältig aussuchen. Möchte man etwa Gebäude oder ganze Städte bei Nacht fotografieren, so ist ein besonders hoher Standpunkt von Vorteil. Um verwackelte Bilder zu vermeiden, sollte man auf Störungen aus der unmittelbaren Umgebung achten. Fahrende Autos, Züge oder Straßenbahnen in der Nähe der Kamera oder des Stativs können Schwingungen erzeugen, die das Bild stören.

 

Um eine hohe Schärfentiefe zu erhalten, stelle am besten eine hohe Blendenzahl ein. Aus der kleinen Blendenöffnung resultiert zwar eine umso längere Belichtung, was aber bei Verwendung eines Stativs kein Problem darstellt. Bei Nachtaufnahmen sind Verschlusszeiten von 10 bis 30 Sekunden völlig normal.

 

Der Einsatz eines leistungsstarken Blitzes zum Aufhellen der Szenerie sollte wenn möglich vermieden werden. Er zerstört sicher jegliche schummrige Lichtstimmung, besonders, wenn Gegenstände oder Personen in unmittelbarer Nähe angestrahlt werden. Das muss nicht bedeuten, dass Blitzen bei Nachtaufnahmen immer eine schlechte Idee ist.

 

Viele perfekte Bilder für ein Fotoposter oder Fotobuch werden mit Blitz gemacht. Natürlich kann man mit einem Blitz Bewegungen einfrieren, zum Beispiel die Leuchtspuren eines fahrenden Autos. Einen Blitz mit geringer Intensität kann man auch einsetzen, wenn das Motiv im Vordergrund gegenüber dem Hintergrund etwas heller sein soll.

 

Wichtig ist allerdings auch die richtige Beleuchtung vor Ort. Je weniger helle Lichtquellen sich in dem Bildausschnitt befinden, desto besser. Sie lassen sich zwar nicht grundsätzlich vermeiden, können aber unschöne Reflexionen im Objektiv verursachen, die dann auch auf dem Fotoposter deutlich sichtbar werden (mehr Infos zum Fotoposter gibt es auf dieser Seite). Oftmals reicht es schon aus, den Standpunkt um wenige Meter zu ändern oder die Kamera in den Schatten zu stellen. Eine Gegenlichtblende kann wahre Wunder bewirken. Sie sorgt dafür, dass kein direktes Licht von der Seite auf die Linse gelangt.

 

Durch den hohen Kontrastumfang bei den meisten Nachtmotiven und der Tatsache, dass die heutigen Kameras mit ihrem Dynamikumfang diese Kontraste noch nicht besonders gut darstellen können, bietet sich das DRI-Verfahren zur nachträglichen Bildbearbeitung besonders an. Ein DRI bietet die Möglichkeit, ein überbelichtetes Foto in den hellen Bereichen Schritt für Schritt abzudunkeln, sodass die Nachtaufnahme für das Fotobuch oder Fotoposter gleichmäßiger aussieht.

 

Spannende und ungewöhnliche Perspektiven machen das Bild zu einem Hingucker und können sicher auch als Fotoposter funktionieren. Experimente mit dem Bildausschnitt und der Perspektive bringen oft den gewünschten Erfolg. Zu viele Regeln einzuhalten stören den Fotografen in seiner Kreativität. Auch Dynamik verzaubert die Nachtbilder in ausdrucksstarke Bilder für das Fotobuch. Belichtet man etwa eine befahrene Straße einen Tick länger, so bilden die entlangfahrenden Autos Lichtspuren und bringen die passende Bewegung ins Bild.

 

 


Kommentar schreiben

Kommentare: 0